Japanische Zeichentrickfilme


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On 03.02.2020
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Japanische Zeichentrickfilme

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Japanische Zeichentrickfilme

Selbst unerfahrenen Filmfans dürfte schnell auffallen, dass es Unterschiede zwischen japanischen Trickfilmen und Produktionen aus den USA gibt. Schnell lässt sich ein Anime erkennen, was zunächst auch kein Wunder ist.

Anime Filme haben ganz besondere Merkmale. Manche davon lassen sich bereits auf Anhieb am Stil erkennen. Aber auch bei näherem Hinsehen sind die Strukturen von japanischen Zeichentrickfilmen oft anders als bei bekannten westlichen Filmen.

Dieser eigenständige Stil hängt eng mit der japanischen Kulturtradition zusammen. Doch für viele sind Anime Filme auch deshalb so interessant, weil sie eben automatisch auch mystischer und anders wirken.

Darüber hinaus haben viele Figuren in japanischen Trickfilmen auch oft unterschiedliche Haarfarben. Diese stehen oft für bestimmte Wesenszüge.

Blonde Haare beispielsweise deuten meist auf eine fremde Person hin. Unterschiede lassen sich bei japanischen Trickfilmen auch in der Bildführung erkennen, die letztendlich auch mit der Leseart und den Schriftzeichen in Japan zusammenhängt.

Alleine aus der Tatsache, dass nicht einfach von links nach rechts gelesen wird, gibt es andere Einstellungen von Bewegungen in Anime Filmen, die ausländischen Zuschauern fremder erscheinen.

Ohnehin aber hat Bewegung in Anime Film oft eine wichtige Rolle gespielt. Bewegungen wurden oft viel ausdrucksstärker dargestellt und haben sich auch ab den achtziger Jahren an Realfilmen orientiert.

Doch wo es spannende Bewegungen gibt, die den Zuschauer auch inmitten des Geschehens stellen, gibt es auch langsamere Einstellungen, die ebenfalls für Anime-Filme üblich sind.

Der Rhythmus der Filme ist meist sehr besonders und wechselt zwischen schnell und langsam hin und her.

So gibt es oft auch Bilder, die sehr meditativ wirken. Diese langen Einstellungen sorgen meist für eine ganz besondere Stimmung, für die Anime Filme sehr geliebt werden.

Dazu passend gibt es meist auch sehr intensive Musik, die für zusätzliche Stimmung sorgt. Dazu kam der Einfluss amerikanischer Trickfilme, die nun zunehmen in Japan aufgeführt wurden.

Die Produktion wurde rationalisiert und entfernte sich von der noch kunsthandwerklichen Herstellung der ersten Jahre. Dabei wurden einfache Kamera- und Bild-Gestelle für die Belichtung genutzt.

Von diesen blieb Kitayamas das über lange Zeit erfolgreichste, wobei mehrere Mitarbeiter sich abwandten und eigene Studios gründeten.

Einige von ihnen wurden die ersten Synchronsprecher. Der aufwändige Tonfilm erhöhte auch wieder den Bedarf nach kurzen Filmen und damit nach Trickfilmen.

Während ab mit der Einrichtung einer Celluloid-Produktion von Fujifilm die Produktion von Papier auf modernere Cels umgestellt werden konnte, blieben Farbfilme bis nach dem Krieg die Ausnahme.

Das Verbot ausländischer Filme, die Regierungsaufträge und der staatliche Druck insbesondere auf Schulkinder, die Filme anzuschauen, brachten den Animatoren bis dahin ungekannte Nachfrage und Ressourcen und Studios konnten über die Zahl weniger Mitarbeiter hinaus wachsen.

Nach Ende des Krieges scheiterten Versuche, die japanischen Animatoren bei wenigen Studios zu bündeln an der schlechten Wirtschaftslage, Arbeitskämpfen und politischer Konflikte um Mitwirkung an Kriegspropaganda.

Dazu kam die Konkurrenz durch die jetzt ins Land kommenden ausländischen Filme. So kamen nur noch selten japanische Animationsfilme heraus. Künstlerische Qualität und die Produktionsprozesse blieben hinter den Entwicklungen der vorherigen beiden Jahrzehnte zurück.

Diese nur wenig sichtbare und wahrgenommene Zusammenarbeit hielt bis in die er Jahre an. Noch im gleichen Jahr folgten Serien anderer Studios.

Die Finanzierung seiner Produktionen sicherte Tezuka oftmals mit Lizenzverkäufen, insbesondere in die USA, und Merchandising ab und etablierte damit neue Finanzierungswege.

Tezuka war — wie auch bei seinen Mangas — noch stark von den Filmen Walt Disneys und deren Ästhetik beeinflusst.

In ihren eigenen Werken orientierten sie ihre Inszenierungen an den westlichen Vorbildern und beherrschten und verwendeten cineastische Techniken bald umfangreicher als ihre Kollegen in amerikanischen Fernsehproduktionen.

Die auch durch Tezukas bereits zum Start zu gering ausgehandelten Preise verursachte andauernde Finanznot der Branche prägte noch über Jahrzehnte und führte zu andauerndem finanziellem Druck auf die Studios.

In den späten er und den er Jahren entstanden vor allem Science-Fiction-Serien und mit ihnen wuchs die erste Generation an Fans auf, die ab den er Jahren selbst als Produzenten in der Anime-Industrie aktiv wurde.

Seit den er Jahren kamen Animes ins europäische und amerikanische Kino und Fernsehen, zunächst vor allem Kinderserien, die auch in Koproduktion mit westlichen Sendern und Studios entstanden.

Animes decken ein breitgefächertes Themenspektrum für alle Altersstufen ab. Geschichten sind oft komplexer und vielschichtiger als bei vielen westlichen Trickfilmproduktionen üblich.

Es findet mehr Charakterentwicklung statt und auch der Tod wichtiger, vom Zuschauer lieb gewonnener Charaktere kann vorkommen. Auch der häufiger vorkommende Seitenwechsel einer Figur trägt dazu bei.

Klischees über typische Bösewichte werden gebrochen und beispielsweise gerade die Gegenspieler als besonders schön dargestellt.

Obwohl oder gerade weil dies oft noch immer nicht der Stellung von Frauen in der japanischen Gesellschaft entspricht, trägt es zu einer breiteren Zuschauerschaft bei.

Dazu gehört die Rolle der Mutter und im Hintergrund sorgenden Hausfrau oder der ruhigen, niedlichen, empathischen Schülerin.

Dabei ist homosexuelles Verhalten oft nicht Identifikationsmerkmal der Charaktere, diese begreifen sich gar nicht als homosexuell oder werden durch viele weitere Merkmale charakterisiert und können in den unterschiedlichsten Rollen auftreten.

Geschichten über gleichgeschlechtliche Liebe sind ganze Genres gewidmet. Während sich Fernsehproduktionen häufiger an Kinder richten, ist die Zielgruppe des Videomarktes ältere Jugendliche und Erwachsene.

Bei vielen Animes, vor allem solchen ohne Manga-Vorlage, ist die Einteilung in diese Gattungen jedoch schwer oder gar nicht möglich: [45].

Auch wenn grundsätzlich alle möglichen Themen auftreten können, so sind doch besonders solche mit Bezug zum japanischen Alltag oder der japanischen Kultur verbreitet.

Die kann zum einen Sport und Kunst, Probleme des Alltags und dessen Regeln oder des Lebens im modernen, technisierten und in den Metropolen dicht besiedelten Landes sein, zum anderen traditionelle Künste, Themen des Buddhismus und Shinto und der japanischen Geschichte und Mythologie.

Dazu kommen typisch japanische Sujets wie mono no aware , die sich nicht nur in Ästhetik, sondern auch in den Geschichten selbst ausdrücken können.

Diese Themen werden nicht selten gemischt mit Science-Fiction- und Fantasy-Elementen und die meisten Werke lassen sich nicht klar einem einzigen Genre zuordnen.

Neben den international bekannteren, pazifistischen Werken in fantastischen, realistischen oder dystopischen Setting gibt es auch Geschichten, die an Kriegspropaganda des 2.

Weltkriegs anknüpfen oder den japanischen Imperialismus herunterspielen und eine japanische Opferrolle im Krieg betonen.

Von Literaturverfilmungen z. Die Werke können Wissen über Geschichte, einen Sport oder einen anderen thematischen Fokus eines Animes vermitteln, sowie moralische Werte lehren wie Teamwork oder Respekt.

Pornographische Animes, sogenannte Hentai , machen nur einen kleinen Teil des japanischen Kaufvideo-Marktes aus; im Fernsehen und im Kino werden diese in Japan überhaupt nicht gezeigt.

Viele Animes beinhalten jedoch erotische Elemente, ohne dem Hentai-Genre zugeordnet werden zu können, insbesondere die des Genres Etchi.

Solche sowie Serien mit hohem Anteil von Gewalt oder anspruchsvollen Inhalten laufen im japanischen Fernsehen im Nachtprogramm und finanzieren sich in der Regel nicht durch die Ausstrahlung, sondern durch die mit Fernsehausstrahlung beworbenen DVD-Verkäufe.

Erotische Geschichten und der relativ freizügige Umgang mit Sexualität in der Populärkultur haben in Japan eine lange Tradition, so gab es in der Edo-Zeit viele solche Ukiyo-e, Shunga genannt.

In Hentai als auch in Etchi-Manga sind, wie in der japanischen Erotik allgemein üblich, Sexszenen oft in eine humoristische oder parodistische Erzählung eingebettet.

Sexuelle Gewalt und Fetische werden vergleichsweise häufig thematisiert. Kritiker stellen dazu fest, dass solche Geschichten zwar eine Vielfalt sexueller Praktiken zeigen, aber zugleich konservative Gesellschaftsbilder vermitteln, indem zu überschwängliches oder den Normen widersprechendes Verhalten bestraft wird.

Benannt wird dieses Untergenre oft nach Cream Lemon , einem der ersten Vertreter. Dies wurde von vielen Künstlern umgangen, indem die Figuren und ihre Genitalien kindlich gezeigt wurden.

Zusammen mit der Kawaii -Ästhetik beförderte das die Entstehung vieler erotischer und pornografischer Geschichten mit kindlichen Figuren und die Etablierung der Genres Lolicon und Shotacon.

Auch wenn die Auslegung der Gesetze gelockert wurde, blieb diese Strömung erhalten. Andere Wege, die Zensurgesetzgebung zu umgehen, sind die Verwendung von Balken oder Verpixelung, Auslassungen oder stark reduzierte, symbolhafte Darstellung von Geschlechtsorganen.

International waren erotische Anime zeitweise kommerziell deutlich erfolgreicher und verbreiteter als andere Genres, was zur Legende führte, alle Anime seien pornografisch.

Am Entstehungprozess von Anime sind neben den Animatoren , denen die eigentliche Arbeit des Erstellens der Animation zufällt, viele weitere Berufsgruppen beteiligt.

Diese sind die in der Filmbranche üblichen Beteiligten wie Regisseur , Drehbuchautoren , Filmproduzenten , Filmeditor und Filmkomponist sowie speziell für den Animationsfilm benötigte wie Synchronsprecher.

Darüber sind in der Branche beispielsweise Mitarbeiter für Übersetzung importierter Filme tätig. In die Produktionen oder Vermarktung von Anime und des umgebenden Medienmixes involviert sind auch Verleger , Mangaka , Beschäftigte bei Aufsichtsbehörden, bei Fernsehsendern, Spielzeugherstellern, Videospielherstellern und -verlegern, sowie aller Unternehmen, die sich an der Produktion eines Animes beteiligen beziehungsweise diesen sponsern.

Auch einfachen Mitarbeitern in Organisation und Vertrieb können entscheidende Rollen zufallen. Neben all diesen offiziellen Beschäftigten kann man, vor allem international, auch Fansubber und illegale Verbreiter dazuzählen, da auch diese einen Einfluss auf das von einem Zuschauer konsumierte Werk haben.

Autorenfilme und entsprechend bekannte Autoren sind im Anime selten. Auch kann bei der Adaption eine Anpassung an ein anderes, beispielsweise jüngeres Publikum stattfinden.

Regisseure einzelner Folgen entscheiden über die Nähe der Inszenierung zur Vorlage, über deren konkrete Umsetzung die leitenden Animatoren.

Beim Charakterdesign werden die Figuren der Vorlage an die Bedürfnisse der Adaption in Bezug auf technische und cineastische Umsetzung, inhaltliche Veränderungen und Zielgruppe angepasst.

Animatoren verdienen pro Jahr durchschnittlich Mittelwert 3,3 Millionen Yen ca. Yen Zur damaligen Zeit wurden bis zu Am schlechtesten verdienten freiberufliche Frauen nur mit Oberschulabschluss, die meist kolorierten, mit etwa 5.

Generell wurden Frauen grundsätzlich schlechter bezahlt und wurden für höhere Positionen nicht in Betracht gezogen, was sich teilweise bis heute erhalten hat.

Bereit von Filmproduktionen von vor dem Zweiten Weltkrieg ist bekannt, dass die Ehefrauen von Animatoren sich an deren Projekten beteiligten.

Die Benachteiligung von Frauen ist mit deren Erwartung an Familiengründung verbunden. Auch verheiratete Männer mit Familie wurden lange benachteiligt, da Studios flexible Junggesellen, die beliebig lang Überstunden machen und sogar im Studio übernachten, bevorzugen und demnach auch schneller befördern.

Die Zahl der produzierten Folien und Einzelbilder pro Sekunde hängt dabei von Budget und der beabsichtigten Qualität beziehungsweise Flüssigkeit der Bewegung ab.

Tendenziell wurden Kinofilme aufwändiger und höherwertiger, mit mehr Cels für die gleiche Zeit, produziert als Fernsehserien. Auch Produktionen direkt für den Videomarkt haben in der Regel eine höhere Qualität als für das Fernsehen.

Die Cel-Animation wird seit den er Jahren zunehmend von der Computeranimationen verdrängt. Von da an blieb die materielle Grundlage der Animation in Japan bis in die er Jahre Cels und die damit verbundenen Produktionsverfahren.

Dieser Ansatz ist unüblich geworden, nur Kinoproduktionen insbesondere von Studio Ghibli verfolgen diesen noch, und wurde weitgehend durch Limited Animation abgelöst.

Diese kommt mit durchschnittlich acht Bildern pro Sekunde oder weniger aus. Der Eindruck von Bewegung wird nicht nur durch unterschiedliche Bilder, sondern auch Arrangement der Bilder und Schnitte erzeugt.

So kann der Eindruck von Bewegung, anstatt durch verschiedene Bilder, durch das Verschieben von Vorder- und Hintergrund gegeneinander erzeugt werden.

In Actionszenen wechseln eher Standbilder in ausdrucksstarken Posen in schnellen Schnitten als dass Bewegungen tatsächlich gezeigt werden. Zu diesem Zweck verwenden Studios Bibliotheken der einzelnen Figuren in unterschiedlichen Positionen und Bewegungen, die erneut eingesetzt werden können.

Auch das Zerlegen der Figuren und die Animation nur des sich bewegenden Körperteils zählt zu diesen Methoden.

Ein Fokus auf Erzählen statt Zeigen, die Verwendung von Symbolen sowie ein gezielter Einsatz von Ton und Musik können diese Methoden unterstützen und die Lücken füllen, die die mangelnde Bewegung lässt.

Die deutliche Kostenersparnis dabei war zunächst einer der wichtigsten Gründe dafür. Doch auch als ab den er Jahren die Studios langsam mehr Geld zur Verfügung hatten, wurde von diesem Prinzip nicht abgewichen.

Stattdessen wurden, wie schon von Beginn an von Tezuka, dessen künstlerische Möglichkeiten erkundet oder zusätzlicher Aufwand in Hintergründe und Designs investiert.

Als in den er Jahren erstmals Computeranimationen eingesetzt wurden, gehörte die japanische Filmwirtschaft zu den ersten Anwendern.

Seitdem wird immer wieder mit 3D-Animation experimentiert. Stattdessen werden 3D-Animationen als Effekte in Szenen klassischer Animation eingesetzt, beispielsweise Lichteffekte und am Computer animierte Bildelemente werden in einer Weise gerendert, die sie wie handgezeichnet erscheinen lässt.

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Januar bis Dezember zum ersten Mal auf Fuji TV ausgestrahlt wurde. Die Animeiserie basiert auf dem ersten Roman der gleichnamigen Bücherreihe von Lucy Maud Montgomery, der veröffentlicht Die berühmte Schweizer Trotz einiger kleiner Abweichungen ist die Geschichte der Serie sehr nah am Original umgesetzt.

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3 Comments

  1. Arashim

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